A normal day in school…

Es ist 5:30 Uhr und ich wache schweißgebadet auf. Der krähende Hahn übertönt den ausgefallenen Ventilator. Ich öffne meine Augen und es riecht schon wieder nach Ziege. Die Sonne geht auf, aber Lights Off. Schlaftrunken blicke ich auf meine Handy, die WhatsApp-Nachrichten von gestern Abend wurden immer noch nicht gesendet, dafür haben mich die Lebensgeister der Dorfbewohner schon erreicht. Ich vernehme mit müden Blicken und rausgefallenen Oropax noch träges Treiben und trächtiges Gackern. Am liebsten würde ich diesem Hahn und dem elendigen Putenviech eigenhändig die Hälse umdrehen, doch das werden in den folgenden Tagen die Hunde für mich erledigen. Ich schlurfe zur Dusche und genieße die Kühle des 25° warmen Wassers auf meinem Gesicht. Guten Morgen, Ghana.

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Sega – Irgendwo im Nirgendwo

Mitten in der Nacht kommen wir in Sega an. Leider hatte Helenas Flug eine Stunde Verspätung. Mit der süßesten Ananas und leckersten Papaya warten wir gemeinsam mit Godwin, unserem Headmaster, bis Helena den Hitzeschwall der überdachten Ankunftshalle zu spüren bekommt. Zwei Stunden Fahrt später, müde und kaputt, fallen wir in unsere bequemen Betten. Gerade als ich die Augen schließen möchte, spüre ich eine seltsame Bewegung unter meinem rechten Fuß. Ich schrecke auf. „Was ist das?“, Langsam versuche ich mit den Verursacher der Bewegung ausfindig zu machen. Ein weißer Gecko verliert erst vor Schreck seinen Schwanz und dann seinen warmen Schlafplatz, als ich ihn aus meinem Bett befördere. Ich bin mir nicht sicher wer mit dem kleineren Schrecken davonkam. In den mit WC, Dusche, Kleiderschrank, Schreibtisch, Bett mit Moskitonetz und Ventilator ausgestatteten Zimmern sind „lebhafte“ Mitbewohner keine Seltenheit. Aber man gewöhnt sich schnell daran. Strom und Wasser laufen wie unser Schweiß, fast durchgehend.

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Von Mopedmassen, deliziösem Essen und skurrilen Schönheitsidealen: mein erster Monat in Saigon

Seit vier Wochen bin ich nun schon in Vietnam: Zeit für ein erstes Zwischenfazit!

Gelandet bin ich Mitte April im unfassbar heißen Ho Chi Minh Stadt bzw. Saigon, wo ich nun noch bis Anfang Juli mein Praktikum absolvieren werde. Ich wohne mit zwei anderen deutschen Lehrern in einer Art WG und wurde hier sehr herzlich aufgenommen. In der Stadt gibt es vier vietnamesische Schulen, an denen Deutsch als Fremdsprache (unter anderem von deutschen Muttersprachlern) unterrichtet wird. An einer dieser Schulen, der Tran Dai Nghia Highschool, darf ich nun den Deutschunterricht unterstützen.

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Ankunft in Accra und Kokrobitey Beach

Da ich nicht weiß in welchen Abständen ich diesen Blog weiterführen kann schreib ich nun mal einfach drauf los…

Der Abflug in München ist früh um 6:05 Uhr am 04.05.2017. Nach einem Zwischenstopp in Lissabon kommen wir um kurz vor 15 Uhr in Accra an. Es ist schwül und regnet leicht als wir am Kotoka Airport aus dem TAP-Flieger, A320, aus dem Flieger steigen. Während des Fluges schliefen wir die meiste Zeit und ließen uns nur zum Essen und Bier trinken wecken. Kurz vor Landung suchten wir im Reiseführer noch nach einem Hostel und waren voller Vorfreude auf die Zeit in Accra und Ghana.

Die Zollkontrolle überstehen wir mit kleinen Lügen problemlos und schon stehen wir in der Ankunftshalle in Accra und werden vom ersten Taxifahrer eingepackt Richtung Innenstadt gebracht.

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Zauber unter der Sonne Ghanas…

Fast traumwandlerisch-magisch verflogen die letzten Monate, Wochen, Tage…

Staatsexamen geschrieben. Studium vorbei. Auszug aus München. Umbruch. Aufbruch. Hals- und Beinbruch. Los geht’s. Das große Abenteuer. Lange habe ich darauf gewartet. Viele Male davon geträumt.

GHANA. The Gold Coast!

Drei Monate verbringe ich mit Basti und Helena an der Anmchara International School und werde dort viele neue Erfahrungen und Abenteuer erleben. Die Schule liegt ca. zwei Stunden von der Hauptstadt Accra entfernt, in der Nähe des Volta-Deltas. Für alle Geographie-Leghanesen hier ein Link.

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Jetzt heißt es bald ha det bra

Meine Zeit an einer barneskole in Tromsø geht langsam zu Ende. Ich freu mich wahnsinnig auf Familie und Freunde zu Hause, werde die Schule, meine Gastmutter und die Stadt aber natürlich auch vermissen. Ich habe in den letzten 3 Wochen ein Lesefest für die 3-Klässler organisiert, welches heute stattgefunden hat. In der Zwischenzeit war ich in einer 1. Klasse, um mir auch davon mal ein Bild zu machen und war Tag für Tag mehr beeindruckt von dieser Schule hier. Ich habe auch erfahren, dass es sich um eine sogenannte Zero Schule handelt.

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Nyungwe Forest und Wedding Day

Am Mittwoch sind wir mit dem Bus in den Nationalpark im Süden gefahren. Der Park heißt Nyungwe Forest und ist ein Nebelwald. Seit unserer Ankunft wissen wir auch warum er Nebelwald heißt (s. Fotos). Die Busfahrt hat insgesamt 8 Stunden gedauert. Irgendwie sieht die Landschaft immer gleich aus aber trotzdem kann man sich nicht satt sehen. Je näher man dem Wald gekommen ist, desto grüner (noch grüner) ist die Landschaft geworden. Wir haben schon wieder ganz vergessen wie viele verschiedene Grüntöne es überhaupt geben kann.Wir wollten gerne um 8:30 Uhr in der früh an dem Visitor Center oben sein, um von dort eine Tour durch den Park zu starten. Als wir aufgewacht sind waren schon bedrohliche Wolken am Himmel. Es hat nur noch einige Minuten gedauert, bis eine riesige Wolkenfront sich entleert hat. Wir konnten unser Frühstück also dann doch genießen. Als sich aber nichts geändert hat haben wir uns auf den Weg gemacht, immerhin dauert es noch mal 1 Stunde mit dem Bus bis zu dem Besucherzentrum. Wir haben den öffentlichen Bus genommen der von Kigali bis nach Rusizi fährt und den Nebelwald durchquert. Wir sind schon im nirgendwo eingestiegen und dann am wirklichen Ende der Welt wieder ausgestiegen. Da wir den Ort natürlich nicht kannten haben wir den Busfahrer gebeten einfach anzuhalten. Wir haben es nicht gleich kapiert, daraufhin hat der ganze 40-Mann Bus „umuzungu“ gerufen. Das heißt „Weiße“. Was für ein komischer Moment. Daraufhin haben wir es aber natürlich kapiert.

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